Labyrinth – Ein Traumspiel

Im Labyrinth gibt es keinen längeren oder kürzeren Weg. Jede Wendung muss gegangen werden, nichts kann ausgelassen werden, man will zur Mitte gelangen. Falsch zu gehen ist nicht falsch. Ein Fehler ist keine Sackgasse und schon gar keine verlorene Zeit. Aus Fehlern nicht zu lernen, nicht weiterzugehen, stehen zu bleiben, das sind die wirklichen Irrtümer des Lebens.“

Gernot Candolini

Mit dem Titel „Labyrinth – ein Traumspiel“ – im arabischen mataha تيه – treffen sich junge Schauspieler aus Palästina/Bethlehem und der Freien Waldorfschule Rosenheim dieses Jahr zum dritten Mal, um die Ideen, die sie in diesem Stück umsetzen wollen, gemeinsam zu erarbeiten. Grundlage ist eine surreale Suche jedes Einzelnen nach dem eigenen Weg. Themen sind Flucht und Vertreibung, Beziehungsaufbau, Wertesuche, Authentizität. Wie gehen wir miteinander um? Welche neuen Wege gilt es zu gehen in der heutigen Welt?

Alle Szenen basieren auf Träumen, die szenisch umgesetzt werden.

Das Besondere an diesen Projekten ist, dass sich die Jugendlichen vorher nicht kennen, dass jede Gruppe für sich Szenen zum Thema ausarbeitet und man sich dann in Bethlehem trifft, um eine Woche lang gemeinsam ein Theaterstück zusammenzusetzen, zu proben und sich vor allem kennenzulernen. Am Ende der Woche findet eine erste Aufführung in Bethlehem statt. Eine Woche später treffen die jungen Palästinenser zum Gegenbesuch in München ein.
Hier kommen nun noch zwei junge Afghanen mit ins Team, die zur deutschen Gruppe gehören, aber leider nicht mit nach Palästina kommen können.

Durch die gemeinsame Zeit, sowohl in Palästina wie auch in Deutschland haben die Jugendlichen die Möglichkeit, tiefe Einblicke in die jeweils andere Kultur, in die Lebensumstände der anderen zu gewinnen und sich auszutauschen über Wünsche, Pläne, Ideen und Hoffnungen, die sich trotz aller äußeren Umstände erstaunlich ähnlich sind.

Dieses Projekt ist Teil der Festivitäten zur Aktion „Waldorf 100“

Auftritte im Juni in Bethlehem und im Juli in Deutschland. 4.7. – LEO 17 – Leopoldstraße 17, 80802 München und 7.7. Ballhaus Rosenheim – Weinstraße 12, 83022 Rosenheim

Einstudierung: Rainer Kühn, Juliette Rahon, Sibylle Stier, Tarek Zboun

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